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Respekt, Toleranz und Achtung - ZIK

Respekt, Toleranz und Achtung – Grundlage gelingender Integration

Der Freistaat Sachsen ist ein weltoffenes und zukunftsorientiertes Land. Migranten werden in Sachsen willkommen geheißen und aufgenommen. Dies setzt die Schaffung eines weltoffenen und fremdenfreundlichen Klimas und den Abbau bürokratischer Hürden voraus. Integration erfordert gegenseitigen Respekt, Toleranz und Achtung sowie die Bereitschaft zum ehrlichen Dialog. Damit sieht sich der Freistaat in der Tradition namhafter sächsischer Schriftsteller und Humanisten wie Erich Kästner oder Gotthold Ephraim Lessing, der als Dichter der deutschen Aufklärung in seinen Werken den Gedanken der Toleranz und Achtung der Menschenwürde vertrat.

Zuwanderung bedarf der Integration. Integration ist dann erfolgreich, wenn sich die Zugewanderten in Sachsen willkommen und angenommen fühlen. Deshalb ist der respektvolle Umgang zwischen Einheimischen und Zugewanderten wichtig. Nur so kann eine kreative Zusammenarbeit unterschiedlichster Talente zum Nutzen unserer gemeinsamen Zukunft erfolgen. Vielfältige Kontakte und interkulturelle Begegnungen tragen dazu bei, gegenseitiges Interesse füreinander zu wecken. Erziehung zu Toleranz beinhaltet die gegenseitige Achtung, die zur Anerkennung führt. Deshalb ist es wichtig, dass Migranten das Grundgesetz mit den in Deutschland geltenden Grundrechten und Grundwerten (z. B. Demokratie, Rechtsstaat, Wahrung der Menschenwürde, Selbstbestimmung, Gleichberechtigung von Mann und Frau) anerkennen.

 

Integration geht alle an

Integration ist eine Querschnittsaufgabe, die von allen gesellschaftlichen Gruppen gemeinsam erfüllt werden muss. Integration beginnt immer an der Basis, in der unmittelbaren Nachbarschaft und im Freundeskreis. Integration ist gleichzeitig eine politische und gesellschaftliche Kernaufgabe. Bund und Länder arbeiten in den jährlich stattfindenden Konferenzen der Integrationsminister eng und vertrauensvoll zusammen. Vernetzung und Nachhaltigkeit der Integration werden auch künftige Konferenzen beschäftigen. Sachsen wird als erstes ostdeutsches Bundesland den Vorsitz in der Integrationsministerkonferenz 2012/2013 übernehmen.

Zuwanderung – Fachkräfte für Sachsen

Der demografische Wandel trifft Sachsen früher als andere Regionen Deutschlands und Europas. Schon jetzt fehlen in einigen Bereichen Fachkräfte. Wirtschaftswachstum und gesteigerter Wettbewerb erhöhen zusätzlich die Nachfrage nach Fachkräften. Der sich durch den Geburtenrückgang und die Abwanderung Erwerbstätiger ergebende Bedarf soll durch eine planvolle Zuwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte gedämpft werden. Qualifizierte Ausländer sind ein Gewinn für Sachsen. Ausländerbehörden tragen bei ihren Entscheidungen diesem Gedanken Rechnung.

Rechtliche und administrative Hürden, die einer qualifizierten Zuwanderung bisher im Wege stehen, sollen beseitigt und der Weg für eine Integration der Fachkräfte bereitet werden. Um noch mehr ausländische Studierende für ein Studium in Sachsen zu gewinnen, sollen die Rahmenbedingungen im Freistaat Sachsen verbessert werden.

Eine positiv belebte Zuwanderungspolitik und die Weltoffenheit Sachsens sind damit auch im Zeitalter der Globalisierung ein bedeutender Standortvorteil für die sächsusche Wirtschaft und Forschung. Kulturelle Vielfalt und Zuwanderung stellen für Sachsen eine Bereicherung dar. Sowohl sozial als auch wirtschaftlich wird Sachsen durch Zuwanderung gewinnen!

Umsetzungsstand ZIK

Die vorrangigen Ziele des ZIK sind in der Umsetzung begriffen bzw. wurden bereits umgesetzt:

1. Bildung eines Netzwerkes für Integration

    • Einrichtung des "Beirates für Migration und Integration" beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
    • Einrichtung der Interministeriellen Arbeitsgruppe "Zuwanderung Integration"
    • Ausbau der Zusammenarbeit mit Migrationsorganisationen
    • Kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Integrationsakteuren (u.a. Sächsischer Ausläderbeauftragter, Kommunale Spitzenverbände, Kommunale Ausländer- und Integrationsbeauftragte, Jugendmigrationsdienste, Vereine, Stiftungen)
    2. Einbindung der Medien, Öffentlichkeitsarbeit
    • Medien können einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die sächsische Bevölkerung für die Themen Zuwanderung und Integration weiter zu öffnen. Eine vielseitige Berichterstattung zu diesen Themen, beispielsweise durch das Hörfunk- und Fernsehprogramm des Mitteldeutschen Rundfunks, ist daher erstrebenswert
    • Einrichtungen des Internetportals "Willkommen in Sachsen"
    • Herausgabe des Newsletters "ZIK-News"
    • Veröffentlichung der zweisprachigen Broschüre "Willkommen im Freistaat Sachsen - Informationen für Migranten" (Russisch, Polnisch, Spanisch, Französisch, Arabisch)
    • Verleihung des Sächsischen Integrationspreises
    • Verstärkte Präsenz bei Veranstaltungen

    3. Gesundheitswegweise

    • Veröffentlichung des Gesundheitswegweisers für Migranten im Freistaat Sachsen (Russisch, Polnisch, Vietnamesisch, Englisch, Französisch, Deutsch)

    4. Informations- und Beratungsstelle Anerkennung, Sachsen (IBAS)

    • Die bereits eingerichtete Stelle für die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen erteilt Auskünfte über die Verfahren der Kompetenzfeststellung und Nachqualifizieung. Eine enge Zusammenarbeit mit Ministerien findet statt.

    5. Integration durch Sport

    • Kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Sachsen: Durch Kampagnen soll bei den Migranten das Interesse am Sport geweckt und so ihr Anteil am organisierten Sport erhöht werden. Sportvereine können außerdem als örtliche Job- und Kontaktbörse genutzt werden.

    6. Integrationsmonitoring

    • Zusammenarbeit mit dem Statistischen Landesamt des Freistaates Sachsen: Stand, Entwicklung und Fortschritte ds Integrationsprozesses werden dargestellt und bewertet. 

    Die Integration von Zuwanderern ist eine Querschnittsaufgabe, die von jedem der beteiligten Ministerien (SMI, SMWA, SMWK, SMK, SMS) eigenständig wahrenommen wird. Dem SMS kommt dabei die eine koordinierende Funktion zu.

    Beirat für Migration und Integration

    Newsletter "ZIK-News"

    Broschüre "Willkommen im Freistaat Sachsen - Information für Migranten"

    Der Sächsische Integrationspreis

    Gesundheiswegweiser für Migranten im Freistaat Sachsen

    Informations- und Beratungsstellen Anerkennung Sachsen (IBAS)

    Landessportbund Sachsen

    Ausblick

    Der "Beirat für Migration und Integration" mit seinen Arbeitsgruppen trägt zur Fortschreibung des ZIK bei, indem er den Umsetzungsstand bewertet und Hinweise zur Weiterentwicklung gibt.

    Das sächsische Zuwanderungs- und Integrationskonzept beinhaltet einen Qualitätssprung in der Integration auf dem Weg zur Inklusion: Durch klare Ziele wird Integration verbindlich. Dies erhöht die Chance jedes Einzelnen und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt Sachsen.

     

     

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    FAQ

    Häufige Fragen zur Integrationspolitik, Inhalten und Umsetzung des ZIK

    Serviceportal Amt24

    In Amt24 finden Sie unter anderem Informationen zum deutschen Aufenthaltsrecht, offiziellen Dokumenten, Einbürgerung, Wahlrecht, Wohnungssuche und -anmeldung, Führerschein und Arbeiten in Deutschland.

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