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Integrationspreis 2016

Gruppenfoto mit den Preisträgern, Integrationsministerin Petra Köppind, dem Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth und Landtagpräsident Dr. Matthias Rößler.

Die Preisträger des Sächsischen Integrationspreises 2016
(© Holm Helis)

Unter dem Motto »Gemeinsam. Klug. Handeln.« haben sich zahlreiche Vereine, Verbände, Initiativen und Unternehmen um den siebten Sächsischen Integrationspreis beworben. Die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping und der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth zeichneten drei Projekte und Initiativen aus, die sich im Jahr 2016 besonders für die Integration von Migrantinnen und Migranten in die Gesellschaft einsetzten, sie unterstützten, förderten und vorlebten.

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration: »Vielfalt stärken und fördern – auch das bedeutet Integration. Alle Teilnehmenden am Wettbewerb haben gezeigt, das Sachsen genau das kann. Das die Entscheidung für die Preisträgerinnen und Preisträger bei einer so großen Anzahl von hervorragenden Bewerbungen schwer gefallen ist, ist ein gutes Zeichen für ein weltoffenes Sachsen.«

Der siebte Integrationspreis wurde am 02. Dezember 2016 im Plenarsaal des Sächsischen Landtags verliehen. Die drei Preise waren mit jeweils 2.000 Euro dotiert.

Die Preisträger 2016

Runder Tisch Integration Crimmitschau

Die Preisträger vom Runden Tisch Integration Crimmitschau

Runder Tisch Integration Crimmitschau
(© Holm Helis)

Der Runde Tisch Integration Crimmitschau ist ein freier Zusammenschluss von Bürgern der Stadt. Er koordiniert die ehrenamtliche Arbeit von circa 100 Einwohnern für circa 230 Asylbewerber und Flüchtlinge. Der Runde Tisch Integration umfasst verschiedene Arbeitsbereiche wie Sachspendengruppe, ehrenamtlicher Deutschunterricht, Patengruppe, Computerkurs und Begegnungsnachmittage. Die Asylbewerber erhalten Hilfe, Orientierung und Unterstützung beim Ankommen in der Stadt. Über Begegnung mit Einwohnern der Stadt können Migrantinnen und Migranten auch das Rechtssystem und unsere Demokratie kennen- und schätzen lernen. Eine Gruppe bietet wöchentlich mehrere ehrenamtliche Deutschkurse an. In denen kann auch individuell auf die Fähigkeiten der Teilnehmenden eingegangen werden. Aktuell hat nach langem Bemühen endlich ein Integrationskurs in Crimmitschau begonnen. Der Runde Tisch versucht, durch den Kontakt mit ansässigen Unternehmen Praktikumsplätze zu finden. Flüchtlinge werden beim Jobcenter bzw. zur Arbeitsagentur begleitet und versucht, mit ihnen gemeinsam neue berufliche Wege in die Zukunft zu finden. Über den Runden Tisch Integration gibt es fast zwei Jahre Begegnung, Austausch und direkten Kontakt, auch im Rahmen von Begegnungsnachmittagen. Dieses Jahr fand zudem erstmals auf dem Marktplatz der Stadt ein Fest der Begegnung statt, zu dem alle Crimmitschauer eingeladen waren.

Dorf Klosterbuch Verein BE-GREIFEN e. V.

Die Preisträger von Dorf Klosterbuch - Verein BE-GREIFEN e. V.

Dorf Klosterbuch Verein BE-GREIFEN e.V.
(© Holm Helis)

Die Bürger von Klosterbuch wollen nicht »nur reden«, sondern durch gemeinsames Vormachen, Mitmachen, Nachmachen das Leben auf dem Land für Flüchtlinge attraktiv gestalten und die Angst sowie Vorurteile der Einheimischen in Interesse und gewinnbringendes Miteinander umwandeln. Betreut werden etwa 30 Migrantinnen und Migranten. In den ersten Wochen nach der Ankunft erhielten diese Deutschunterricht und persönliche Unterstützung bei Behördengängen.

Bei Bauernmärkten im ehemaligen Zisterzienser Kloster Buch, bei Festen im Rahmen des Mittelsächsischen Kultursommers und bei Initiativen des Be-Greifen e.V. wurde stets darauf hingewirkt, dass ein gutes Miteinander entsteht. Jeder achtet jeden!

In Kontakt mit anderen Mitbürgern wurden Praktikumsplätze und/oder zukünftige potenzielle Arbeitgeber für die Flüchtlinge gefunden. Die Dorfgemeinschaft möchte auch anderen Dörfern in Sachsen ihre Erfahrungen vermitteln.

Hotel Steiger - Sebnitzer Hof

Die Preisträger vom Hotel Steiger.

Hotel Steiger - Sebnitzer Hof
(© Holm Helis)

Die Geschäftsleitung und 20 Mitarbeiter des Hotels Steiger »Sebnitzer Hof« unterzeichneten am 03. Dezember 2015 öffentlich die Sebnitzer Erklärung für Toleranz und Weltoffenheit.

Gleichzeitig bemühten sie sich um die Schaffung von Arbeitsplätzen für Migranten einschließlich der Beantragung der Arbeitserlaubnis. Ziel ist es auch, die Berührungsängste zu Mitarbeiter mit fremden Kulturen abzubauen. Derzeit arbeiten zwei Migranten im Unternehmen. Mit ihnen wurden die Arbeitserlaubnis beantragt und nach einer Qualifizierung unbefristete Arbeitsverhältnis ermöglicht.

Gegenwärtig wird ein weiteres Projekt mit dem Ziel begonnen, mehr Arbeitsplätze für migrierte Frauen zu schaffen und Berufsorientierungen für Jugendliche zu offerieren.

Soziale Integration heißt auch: Gelernt wird auf beiden Seiten.

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